bild11Was versteht man unter einer Schröpftherapie?

Das Schröpfen ist eines der ältesten Ausleitungsverfahren der Welt und hat seinen Ursprung in der Traditionellen Chinesischen Medizin. Schon vor mehreren Jahrtausenden wurde es in Mesopotamien (3300 v. Chr.) angewandt.

Namhafte Mitbegründer der Medizin äußerten sich wie folgt zur Schröpftherapie:
Hildegard von Bingen (1098 – 1179)
„Schröpfen ist zu jeder Zeit gut nützlich, damit die schädlichen Säfte und Schleime, die sich im Menschen befinden, vermindert werden. Die Schleime sitzen zum größten Teil zwischen Haut und Fleisch, und sie sind dem Menschen besonders nachteilig “

Paracelsus (1493 - 1541)
„Wo die Natur einen Schmerz erzeugt, da hat sie schädliche Stoffe angehäuft und will sie ausleeren. Ist die Natur nicht imstande, diesen Vorsatz selbst auszuführen, muss der Arzt eine künstliche Öffnung direkt an der kranken Stelle machen und Schmerz und Krankheit rasch heilen.“

Vorgehen / Trockenes und blutiges Schröpfen / Wirkmechanismus:

Auf die Haut werden Schröpfköpfe gesetzt. Über diese Schröpfköpfe wird ein Unterdruck / Vakuum  erzeugt.

Die Schröpfung wirkt auf Giftstoffe, die sich im Körper im Laufe der Jahre angesammelt haben. Sie aktiviert den Blut- und Lymphfluss und führt schlagartig zur Entsäuerung des zu sauren Stoffwechsels.

Geschröpft wird meistens am Rücken, im Bereich der sog. Reflexzonen. Über diese Reflexzonen am Rücken können Veränderungen der Organtätigkeit hervorgerufen und Schmerzzustände an anderer Stelle augenblicklich behoben werden.

Man unterscheidet drei unterschiedliche Methoden.
  • Schröpfkopfmassage
    Bei dieser Art der Massage wird ein Öl auf die zur Behandlung vorgesehene Körperfläche aufgetragen. Der aufgesetzte Schröpfkopf wird nun durch langsames Verschieben mit der eingesaugten „Hautfalte“ über die zu therapierende Fläche hin- und her gezogen.
  • Trockenes Schröpfen
    Beim trockenen Schröpfen werden die Schröpfköpfe direkt auf die Haut aufgesetzt. Die heutigen Schröpfköpfe sind meistens aus Glas.
  • Blutiges Schröpfen
    Beim blutigen Schröpfen wird die Haut an vorher bestimmten Stellen mit einer kleinen Lanzette angestochen und dann erst werden die Schröpfgläser aufgesetzt.
Bei welchen Krankheitsbildern kann die Schröpftherapie angewandt werden?

Es gibt eine Fülle von Krankheitsbildern, von denen hier nur einige genannt werden sollen:

  • Rücken- und rheumatische Beschwerden
  • Migräne
  • Schulter-Arm Syndrom
  • schmerzhafte Muskelverspannungen
  • Atemwegserkrankungen und Infekte
  • Wechseljahrsbeschwerden
  • Bluthochdruck
  • ...
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